Kategorie-Archiv: Leben und Wohnen

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wir sind ein Punk Radio Sender aus Euskirchen und spielen kompromislosen Punk in all seinen Farben, Tönen und Formen, weltweit und über alles hinweg.

punksender – powerful * free * worldwide punk radio
24 Stunden 7 Tage die Woche – 24 hours 7 days a week

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ulysses in euskirchen

solch eine trostlose wüste wie dieser euskirchen blog ist das städtchen nun doch nicht. es wird zeit, dass hier einmal etwas heiteres erzählt wird. selbst wenn auch das niemand bemerken oder gar kommentieren sollte, schon das erzählen macht mir spass.
ich war gerade mal 2 jahre wieder in euskirchen ansässig und noch gar nicht sicher, ob das was würde mit mir und der kleinstadt. vor allem die eingeborenen begegneten mir freundlich ausgedrückt zurückhaltend. aber es gab eben auch anderes.
ich hatte irgendein ereignis in bonn (vielleicht salsatanzen) hinter mich gebracht und fuhr als eine von ganz wenigen fahrgästen mit dem letzten zug nach hause. ein paar tage vorher hatte ich mir die jubiläumsausgabe des ulysses von james joyce gekauft. ein richtig dicker schinken, den ich auf dieser rückfahrt in angriff nahm. ich parke mein auto immer am bahnhof kuchenheim, von dort aus bin ich am schnellsten zuhause.
als ich im auto saß und gerade die rücklichter des zuges verschwinden sah, bemerkte ich, dass ich das buch im zug liegengelassen hatte. da ich wußte, dass euskirchen die endstation war, fuhr ich durch das nächtlich ausgestorbene euskirchen zum bahnhof euskirchen. auch dort alles zu, alles leer, kein mensch zusehen.
aber im „tower“ des bahnhofs etwas abseits vom bahnsteig brannte ganz oben noch licht. vorsichtig stapfte ich auf diesen hoffnungsschimmer zu und fand auch tatsächlich an einer tür eine klingel, die nur ahnen liess, dass sie ihren dienst noch tat. es passierte zunächst nichts, noch ein klingelversuch, wieder nichts. ich wollte schon ein paar schritte zurückgehen und rufen, da tönte es frisch wie am morgen aus einer gegensprechanlage: “ watt hammer denn, liebsche?“ das klingt mir noch heute warm in den ohren.
ich berichtete brav von meinem malheur und stiess offensichtlich auf verständnis, denn ohne ein wort der verwunderung oder gar des vorwurfs, warum ich wegen eines buches solch einen zinnober veranstaltete, sagte die stimme, dass der zug schon in den händen der reinigungskräfte sei und beschrieb mir den abenteuerlichen weg über die schienen zu der halle. mittendrin unterbrach sich der besitzer der stimme, befand das unternehmen in der form für zu gefährlich und hiess mich einen moment warten. ich hörte ein undeutliches gespräch im hintergrund und bekam schliesslich den bescheid, ich würde abgeholt.
und tatsächlich tauchte wenige augenblicke später aus dem dunkel ein ganzer zug, einer von diesen roten schienenbussen, auf, hielt neben mir und ich wurde aufgefordert, zum fahrer einzusteigen. so kam ich unverhofft zu einer exklusiv für mich veranstalteten zugfahrt durch die nacht – wenn auch nur ein paar meter. die szene hatte etwas ausgesprochen skurriles an sich. das buch, der auslöser des abenteuers, fand sich nicht bei unseren recherchen, ich hatte es auch schon fast vergessen, weil sich die suche so ungewöhnlich gestaltete. ich hoffe, es hat dem neuen besitzer viel freude bereitet.
ich fuhr auf dieselbe art zurück in den bekannten teil des bahnhofs, bedankte mich artig beim fahrer und bei der netten stimme und fuhr mit dem vagen gefühl, eine gewisse bedeutung erlangt zu haben, nach hause.